B.3 Neue Technologien

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Illustration: Die Pfahlbauer - am Wasser und über die Alpen. bunterhund, Atelier für Illustration
Illustration: Die Pfahlbauer - am Wasser und über die Alpen. bunterhund, Atelier für Illustration

Erst im 20. Jahrhundert revolutionierten neue Methoden zur Untersuchung von Fundgegenständen und Siedlungsüberresten die Erkenntnisse über die Pfahlbauer. Die Jahrring-Analyse der Hölzer, die Dendrochronologie, eröffnete neue Möglichkeiten zur Altersbestimmung der Pfähle. Die Untersuchungen ergaben, dass die Pfähle keineswegs alle aus derselben Zeit stammten, sondern Überreste aus verschiedenen Epochen sind. Damit war der Mythos der Pfahlbauer begraben.

Ausserdem konnte man mittels Dendrodaten einzelne Bauhölzer, Häuser und sogar die räumliche Entwicklung ganzer Dörfer jahrgenau einordnen. Eine detaillierte Erforschung jungsteinzeitlicher Siedlungen wurde möglich und hat schliesslich auch die Annahme von Pfahlbauten auf dem Wasser widerlegt. Die Dörfer wurden nicht auf, sondern am Wasser gebaut, auf den Uferplatten. Weil die Dörfer die Lage am Wasser oder auf Mooren gemeinsam haben, werden Pfahlbau-Siedlungen in der Fachwelt heute Feuchtbodensiedlungen genannt. Die Lage im Feuchtgebiet hat die Forschung nachhaltig begünstigt. Unter Wasser, in den Seen oder in immer feuchten Moorböden ohne Luftsauerstoff sind zersetzende Mikroorganismen aufgrund des Sauerstoffmangels nicht lebensfähig, sodass auch organische Objekte die Zeit überdauern können. Deshalb sind die Fundstätten der Pfahlbauer ausserordentlich wichtig für die Erforschung prähistorischer Lebensweisen: Sie bergen die ältesten Textilien Europas, Holzgefässe, Knochengeräte oder Werkzeuge, wodurch vielfältige und lebendige Eindrücke aus dem Alltag der Siedler gewonnen werden können.

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Kalender
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3. August 2022
18.30 Uhr

HEMAUER/KELLER. Über den menschgemachten Himmel

Öffentliche Führung

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

7. August 2022
11.00 Uhr

FESTUNG FÜRIGEN VON 1941 BIS HEUTE. Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

24. August 2022
18.30 Uhr

LISELOTTE MOSER. Ein Künstlerinnenleben zwischen Luzern, Detroit und Stans

Eröffnung

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

26. August 2022
18.30 Uhr

HÄUSER FÜR EINE MINDERHEIT. Die reformierten Kirchen in Nidwalden

Buchvernissage

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

28. August 2022
13.00 - 17.00 Uhr

Familiensonntag

Atelier zum Werk und zur Technik von Paul Stöckli

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

31. August 2022
18.30 Uhr

LISELOTTE MOSER. Ein Künstlerinnenleben zwischen Luzern, Detroit und Stans

Schlaglicht-Rundgang

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

4. September 2022
11.00 Uhr

FESTUNG FÜRIGEN VON 1941 BIS HEUTE. Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

7. September 2022
18.30 Uhr

VON BLÄTTLER DÄDI BIS HANS VON MATT. Ausgewählte Werke aus der Sammlung der Frey-Näpflin-Stiftung

Schlaglicht-Rundgang

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

25. September 2022
13.00 - 17.00 Uhr

Familiensonntag

Atelier zum Werk und zur Technik von Jakob Josef Zelger

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

2. Oktober 2022
11.00 Uhr

FESTUNG FÜRIGEN VON 1941 BIS HEUTE. Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

19. Oktober 2022
18.30 Uhr

LISELOTTE MOSER. Ein Künstlerinnenleben zwischen Luzern, Detroit und Stans

Schlaglicht-Rundgang

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

20. Oktober 2022
18.30 Uhr

❤ NIDWALDEN. Objekte erzählen die Geschichten eines Kantons

Führung

Parkplatz Spital Nidwalden

9. November 2022
18.30 Uhr

❤ NIDWALDEN. Objekte erzählen die Geschichten eines Kantons

Schlaglicht-Rundgang

Salzmagazin, Stansstaderstr. 23, Stans