B.8 Besiedelungsgeschichte Kehrsitens

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Während der Besiedlungsphasen waren die Dörfer oft von Hochwasser betroffen. Im Wissen darüber stellten die Menschen als vorbeugende Massnahme gegen Überschwemmungen ihre Häuser auf Pfähle. Infolge klimatischer Veränderungen in ganz Europa waren die Seespiegel der Gewässer starken Schwankungen ausgesetzt, sodass die Uferplatten nicht zu jeder Zeit bewohnbar waren. Wohin sich die Siedler im Falle eines starken Seeanstiegs in Kehrsiten zurückzogen, ist nicht bekannt. An anderen Fundorten in der Schweiz, vor allem dort, wo das Hinterland des Seeufers flach und weitläufig war, verlagerten die Siedler ihre Dörfer in Zeiten der Überschwemmung weiter ins Landesinnere. Trotz den zeitweise massiven Schwankungen des Pegels am Vierwaldstättersee konnten verschiedene Ablagerungen auf der Uferplatte von Kehrsiten gefunden werden. Sie deuten darauf hin, dass hier immer wieder und für längere Zeit Siedlungen bestanden haben, diese aber immer wieder aufgelöst werden mussten. Der Rückzug ins Landesinnere war in Kehrsiten aus topographischen Gründen – der steilen Hänge und Berge wegen – bedeutend schwieriger.

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