Stanser Verkommnis

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Objekt des Monats März 2013

Stanser Verkommnis, 147x339 cm, NM 12598
Stanser Verkommnis, 147x339 cm, NM 12598

Stanser Verkommnis

Das Stanser Verkommnis war ein wichtiges Ereignis in der Entwicklung der Eidgenossenschaft.

Als der Burgunder Herzog Karl der Kühne den Eidgenossen den Krieg erklärte, schlugen sich diese in der Schlacht bei Murten 1476 und der Schlacht bei Nancy 1477 bekanntlich wacker und konnten den Burgundern Einhalt gebieten. Die Kriege verursachten bei den Eidgenossen aber intern Streitigkeiten und Uneinigkeiten. Eine Aussprache musste geschehen und neue Abkommen mussten getroffen werden.

Auf dem Gemälde des Stanser Verkommnisses, welches 1650 im Stanser Rathaus geschaffen wurde, ist die Versammlung von 1481 der sogenannten acht alten Orte gezeigt. Am linken Bildrand ist zur Bestätigung der Situierung des Geschehens Stans mit dem Stanserhorn abgebildet. Die Herkunft der acht Herren ist an deren Stuhllehnen durch ein Wappen kenntlich gemacht. Beginnend oben rechts bilden Zug, Schwyz, Luzern, Zürich, Bern, Uri, Unterwalden und Glarus die Alte Eidgenossenschaft, die sich zwischen 1353 und 1481 zusammengeschlossen hatte. Das Gemälde wurde von sechs Mitgliedern der Familie Stulz gestiftet.

Der Mann in der braunen Kutte ohne Schuhe stellt vermutlich den bekannten Einsiedler Bruder Klaus im Ranft dar, welcher eine Botschaft zur Schlichtung eines Streits sendete, wodurch erst eine Einigung der acht Orte erzielt werden konnte. Die Botschaft wurde laut Diebold Schilling, welcher ebenfalls anwesend war und dessen Vater vermutlich als Notar sitzend am Tischende dargestellt ist, durch den Stanser Pfarrer Heimo Amgrund überbracht. Auf dem Gemälde scheint jedoch der Einsiedler dargestellt zu sein, was durch eine Verunklärung einiger Chroniken ab dem 17. Jahrhundert zu Stande gekommen sein könnte. Ebenfalls denkbar ist, dass die wichtige Botschaft vereinfacht ikonographisch durch die Anwesenheit des Bruders Klaus aufgezeigt wird. Das Stanser Gemälde zeigt die früheste Darstellung von Bruder Klaus an der Tagsatzung. Der Inhalt der Botschaft ist leider unbekannt.

Durch das Abkommen wurden Freiburg und Solothurn, die während der Burgunderkriege mit den Eidgenossen verbündet waren, in den Bund aufgenommen. Durch die Abschaffung des Burgrechts wurden Sonderbündnisse zu Gunsten von Gleichberechtigung aufgehoben. Eidgenossen hatten einander nicht zu überfallen, sondern im Gegenteil bei Einfällen gegenseitig zu schützen. Nun sollten alle fünf Jahre die Bünde neu beschworen werden. In der Folgezeit schlossen sich weitere Kantone wie beispielsweise Basel (1501) der Eidgenossenschaft an.

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