B.6 Vom Objekt zur Geschichte

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Die Wissenschafter/-innen, die europaweit regen Austausch pflegen, um Fundstücke und Befunde der verschiedenen Siedlungen zu vergleichen und besser einzuordnen, können sehr vieles rekonstruieren. Zum Beispiel, ob die Häuser ein Giebeldach hatten, ob das Flechtwerk, das die Seitenwände bildete, mit Lehm verputzt wurde oder was die Siedler auf ihren Äckern angebaut hatten und ob sie jagten und sammelten. Trotzdem bleiben immer Ungewissheiten: Obwohl die Objekte viel über die Lebensweise der frühzeitlichen Siedler verraten, kann doch nie abschliessend gesagt werden, wie zum Beispiel ihre Häuser tatsächlich aussahen. Die Rekonstruktionen, die auf den Befunden der Grabungen erstellt wurden (wie man sie zum Beispiel im luzernischen Wauwiler Moos besuchen kann), bleiben eine Vorstellung oder eine Idee, wie es damals hätte sein können.

Trotzdem ist die Geschichte, die Funde erzählen, nicht zu unterschätzen. So liegt beispielsweise die Vermutung nahe, dass bereits in prähistorischer Zeit eine Verbindungsroute von Nidwalden und Luzern ins Berner Oberland bestanden hat. Auf dieser Route von Luzern über den Renggpass, durch Obwalden und über den Brünig wurden verschiedene Einzelfunde gemacht. Sie deuten nicht nur auf Jagdgebiete hin, sondern zeigen auch, dass die Siedler aus Kehrsiten vermutlich weite Strecken zurücklegten, um an Rohstoffe oder Gegenstände zu gelangen, die in der unmittelbaren Umgebung nicht vorkamen und deshalb eingehandelt werden mussten. Hinweise auf weitere ganzjährig bewohnte Niederlassungen in der nahen Umgebung lassen sich aus diesen Einzelfunden nicht erschliessen. Die Pfahlbauer-Siedlung bei Kehrsiten kann als Indiz dafür gewertet werden, dass der Wasserweg über den Vierwaldstättersee als überregionaler Handelsweg eine wichtige Rolle gespielt haben muss.

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