B.2 Mythos Pfahlbauer

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Von der Faszination der Steinzeit zeugen Bilder des Schweizer Malers Albert Anker, hier
Von der Faszination der Steinzeit zeugen Bilder des Schweizer Malers Albert Anker, hier "Der Pfahlbauer" (1986), Kunstmuseum Winterthur, Legat Anna Stucki, 1938 Copyright Hans Humm, Zürich

Nachdem der Historiker Ferdinand Keller vor gut 150 Jahren in Meilen am Zürichsee erstmals Pfähle aus dem Wasser ragen gesehen und diese als Überbleibsel eines prähistorischen Dorfes gedeutet hatte, brach eine regelrechte Euphorie aus und überall in der Schweiz und Europa begann man entlang der Seen und Flüsse nach ehemaligen Pfahlbauten zu suchen. Im Jahr 1854, nur einige Jahre nach dem Sonderbundskrieg und kurz nach der Gründung des Bundesstaates 1848, kam diese Entdeckung gelegen: Die «neuen Urschweizer» wurden mit durchwegs positiven Eigenschaften charakterisiert. Sauber seien sie gewesen, verteidigungsstark auf ihren im See erbauten Dörfern, geschützt vor wilden Tieren und anderen Feinden, umgeben von der Alpenwelt. Mit dieser romantischen Vorstellung von den Pfahlbauern wollte man sich identifizieren – der Pfahlbauermythos war geboren. Die Wehrhaftigkeit und die Naturverbundenheit, die man in Siedlungen und Hinterlassenschaften der Pfahlbauer zu lesen glaubte, sind willkommene Tugenden gewesen. Von der Faszination für das Leben in der Steinzeit zeugen zwei Bilder des Schweizer Malers Albert Anker: Der Pfahlbauer (1886) und Die Pfahlbauerin (1873).

Teils durch natürliche klimatische Schwankungen verursacht, teils durch künstlich herbeigeführte Seespiegelsenkungen wurden die zahlreichen Funde erst möglich. Die vielen, nahe beieinander liegenden Pfähle, die im Wasser gefunden wurden, liessen die Altertumsforscher im 19. Jahrhundert in Analogie zu Abbildungen in Reiseberichten über Pfahlbauten in der Südsee vermuten, dass die Dörfer auf grossen Plattformen auf dem Wasser gebaut worden waren. Eine derartige Rekonstruktion der Häuser auf Pfählen in den Schweizer Seen sollte sich später als Missverständnis entpuppen.

 

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Kalender
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15. Januar 2020
18.30 Uhr

Rudolf Blättler

Schlaglicht-Rundgang

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

6. März 2020
18.30 Uhr

Annemarie von Matt - widerstehlich

Vernissage

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

27. März 2020
18.30 Uhr

Abenteuer Amerika - Nidwaldner Pioniergeist im Dienst des Klosters Engelberg

Vernissage

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

3. April 2020
18.30 Uhr

Heepä, gigele, gäitsche - Mundart in der Deutschschweiz

Vernissage

Salzmagazin, Stansstaderstr. 23, Stans

5. April 2020
11.00 Uhr

Festung Fürigen von 1941 bis heute - Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

5. April 2020
13.00 - 17.00 Uhr

Familiensonntag

Sockenschlacht und Löwenzahn

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

5. April 2020
14.30 - 17.00 Uhr

Heepä, gigele, gäitsche - Mundart in der Deutschschweiz

Familiensonntag

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

3. Mai 2020
11.00 Uhr

Festung Fürigen von 1941 bis heute - Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

6. Mai 2020
18.30 Uhr

Heepä, gigele, gäitsche - Mundart in der Deutschschweiz

Öffentliche Führung

Salzmagazin, Stansstaderstr. 23, Stans

15. Mai 2020
Nachmittag

Tagung "Charles Wyrsch"

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

7. Juni 2020
11.00 Uhr

Festung Fürigen von 1941 bis heute - Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

17. Juni 2020
19.00 Uhr

Heepä, gigele, gäitsche - Mundart in der Deutschschweiz

Vortrag

Salzmagazin, Stansstaderstr. 23, Stans

5. Juli 2020
11.00 Uhr

Festung Fürigen von 1941 bis heute - Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

2. August 2020
11.00 Uhr

Festung Fürigen von 1941 bis heute - Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

21. August 2020
18.30 Uhr

Philipp von Matt - Architekt BDA, Berlin

Vernissage

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

6. September 2020
11.00 Uhr

Festung Fürigen von 1941 bis heute - Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

17. September 2020
19.00 Uhr

Heepä, gigele, gäitsche - Mundart in der Deutschschweiz

Salzmagazin, Stansstaderstr. 23, Stans

20. September 2020
13.00 - 17.00 Uhr

Familiensonntag

Rätselrundgang

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

25. September 2020
18.30 Uhr

Nathalie Bissig

Vernissage

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

4. Oktober 2020
11.00 Uhr

Festung Fürigen von 1941 bis heute - Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

28. Oktober 2020
19.00 Uhr

Heepä, gigele, gäitsche - Mundart in der Deutschschweiz

Die Gebirgspoeten - Radio Alpin

Literaturhaus, Alter Postplatz 3, Stans

1. November 2020
13.00 - 17.00 Uhr

Nathalie Bissig

Familiensonntag

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans