A.5 Der Stanser Dorfplatz —
Das Winkelried-Denkmal im öffentlichen Raum

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Postkarte 1953, © Verlag Karl Engelberger, Stansstad
Postkarte 1953, © Verlag Karl Engelberger, Stansstad

Der Stanser Dorfplatz erhält sein heutiges Erscheinungsbild mit den repräsentativen Patrizierbauten nach dem Dorfbrand von 1713 und ist seit 1963 als Ensemble unter Denkmalschutz gestellt. Zwischen dem Rathaus auf der einen und der Kirche St. Peter und Paul auf der anderen Seite thront das Winkelried-Denkmal sozusagen zwischen weltlicher und geistlicher Macht im oberen Bereich des Dorfplatzes (vgl. Was das Denkmal erzählt). Es bildet eine weitere Achse mit dem Winkelried-Brunnen (1724), der sich im unteren Bereich befindet.

Das Stanser Winkelriedkomitee hatte sich von Anfang an für den heutigen Standort ausgesprochen (vgl. Die Entstehungsgeschichte). Das Denkmal sollte mitten in Stans stehen, dort wo der Markt und die Älplerkilbi abgehalten wurden und die Leute nach dem Gottesdienst zusammenkamen. Man erhoffte sich im Dorf zudem Einnahmen durch den Fremdenverkehr.

Die Standortfrage gab allerdings bald Anlass zu ausufernden Diskussionen. Die Frage, wie und in welchem Umfeld ein Denkmal gestaltet sein müsse, damit es dem Zeitgeist entspricht, wurde breit und heftig und gar über die Landesgrenzen hinaus diskutiert (vgl. Das Denkmal als Kunstwerk). In Kunstkreisen wollte man Denkmäler nicht mehr in der Mitte des örtlichen Lebens haben, sondern mit ihnen in die Einsamkeit, in die Natur fliehen. Der Zürcher Kunstverein forderte deshalb einen abgelegenen Standort (heute: Huobliegg), «abseits des Strassengewirrs und menschlichen Treibens», «in wohltuender Stille», um der Erhabenheit des Denkmals gerecht zu werden (vgl. Wozu ein Denkmal für Winkelried?). Selbst der Plan eines Felsendenkmals zwischen Stansstad und Stans analog dem Löwendenkmal in Luzern erhielt Zuspruch.

Die Stanser liessen sich allerdings nicht umstimmen und das Denkmal bekam seinen Platz am heutigen Standort. Eine Bedingung liess sich der Zürcher Kunstverein allerdings nicht nehmen: Das Denkmal sollte vom ganzen Platz aus sichtbar sein. Dies hatte zur Folge, dass die Friedhofsmauer um ungefähr sechs bis sieben Meter zurückversetzt wurde.

Hier gelangen Sie zu den Unterlagen A.5.1 Dorfplatz_öffentlicher Raum

Hier gelangen Sie zu den Unterlagen A.5.2 Dorfplatz_Wohnzimmer Nidwaldens

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6. August 2017
11 Uhr

Festung Fürigen

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstr., Stansstad

23. August 2017
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Schilter - die Geschichte der Stanser Maschinenfabrik

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26. August 2017
13.00-17.00 Uhr

Augustin Rebetez & Laurent Güdel - Loudspeakers Convention

Generationen im Museum - Animationsworkshop

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

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Festung Fürigen

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Festung Fürigen, Kehrsitenstr., Stansstad

6. September 2017
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Mutig, trotzig, selbstbestimmt - Nidwaldens Weg in die Moderne

Schlaglicht-Rundgang

Salzmagazin, Stansstaderstr. 23, Stans

13. September 2017
18.30 Uhr

Augustin Rebetez & Laurent Güdel - Loudspeakers Convention

Rundgang und Konzert

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

20. September 2017
18.30 Uhr

Schilter - die Geschichte der Stanser Maschinenfabrik

Schiltergeschichten - Zeitzeugen erzählen

Chäslager, Alter Postplatz, Stans

1. Oktober 2017
11 Uhr

Festung Fürigen

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstr., Stansstad

3. November 2017
18.30 Uhr

archithese - die frühen Jahre

Vernissage

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

15. November 2017
18.30 Uhr

archithese - die frühen Jahre

Schlaglicht-Rundgang

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

13. Dezember 2017
18.30 Uhr

archithese - die frühen Jahre

Öffentliche Führung

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans