Das Porträt – Dialoge und Begegnungen — Ausgewählte Werke aus der Sammlung der Frey-Näpflin-Stiftung
17. Mai bis 29. März 2020

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
Mi 14 - 20 Uhr, Do-SA 14 - 17 Uhr, So 11 - 17 Uhr (geschlossen: Montag und Dienstag sowie 1. Januar / Schmutziger Donnerstag, 20.02.20 / 25. + 26. Dezember)
Eröffnung: 16.05.2019, 18.30 Uhr

Das Porträt – Dialoge und Begegnungen
Jeden Tag sind wir von Unmengen an Bildern von Personen umgeben. Seien es
Selfies von Bekannten – hochgeladen und geteilt auf den Social-Media-Kanälen;
seien es Bilder von uns vertrauten oder unbekannten Gesichtern, die uns zum Bei-
spiel auf Werbeplakaten anlächeln und unser Interesse wecken wollen. Sie alle
fordern uns auf, sie anzusehen und mit ihnen in einen Dialog zu treten.

In der zweiten Sammlungspräsentation der Frey-Näpflin-Stiftung steht das Porträt
im Zentrum. So verschiedenartig wie sich der Bestand der Privatsammlung zeigt,
so breit und vielfältig sind die anzutreffenden Werke in der Ausstellung. Über ver-
schiedene Epochen hinweg finden sich gleichberechtigt mit den "grossen Meis-
tern" auch regionale oder nationale, weniger bekannte Namen. Was erzählen uns
diese Werke aus der Vergangenheit und wie lassen sie sich im Heute verorten?
Die Begegnung mit den Besucherinnen und Besuchern lässt die Bilder sprechen
und Geschichten erzählen, die vom Jetzt ausgehen: Einer Gegenwart, die von Ge-
sichtern überflutet scheint.

Das Stifter-Ehepaar Ruth und Anton Frey-Näpflin hat während über 50 Jahren ein
Konvolut von Gemälden, Skulpturen und kunstgewerblichen Objekten zu einer ei-
genständigen Privatsammlung zusammengetragen. Seit 2017 arbeiten die Frey-
Näpflin-Stiftung und der Kanton Nidwalden im Rahmen einer langfristigen Partner
schaft zusammen. Eine Auswahl des Bestands fand als Dauerleihgabe Eingang in
die Sammlung des Nidwaldner Museums und wird seit 2018 in regelmässigen Ab-
ständen im neuen Frey-Näpflin-Raum – dem Kaminsaal im Winkelriedhaus – prä-
sentiert.

Die Ausstellung
Das Porträt – Dialoge und Begegnungen. Ausgewählte Werke aus der Sammlung der Frey-Näpflin-Stiftung wird am 16. Mai 2019 im Nidwaldner Museum Winkelriedhaus eröffnet und dauert bis im März 2020.
 


Medienecho (Auswahl)
Beitrag Nidwaldner Zeitung
Click eMagazin
Beitrag bluewin.ch


Rahmenprogramm:
Eröffnung
Donnerstag, 16. Mai 2019, 18.30 Uhr
Begrüssung durch Dr. Ulrich Fässler, Präsident Frey-Näpflin-Stiftung;
Ausstellungseinführung durch Patrizia Keller und Mounir Badran, Nidwaldner Museum

Rudolf Blättler — Skulptur
28. September bis 9. Februar 2020

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
Mi 14 - 20 Uhr, Do-SA 14 - 17 Uhr, So 11 - 17 Uhr (geschlossen: Montag und Dienstag sowie 1. Januar / Schmutziger Donnerstag, 20.02.20 / 25. + 26. Dezember)
Eröffnung: 27.09.2019, 18.30 Uhr

Rudolf Blättler


Rudolf Blättler ist Bildhauer, Zeichner und Maler. Seit Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit steht die Skulptur als solche im Zentrum seiner Aufmerksamkeit. Sein Hauptinteresse gilt der menschlichen Figur, ihrem Körper und ihrem Sein, und damit den Fragen und Widersprüchen des Lebens überhaupt. In seinem Schaffen erkundet er immer wieder Phänomene des Übergangs zwischen aussen und innen, Auftauchen und Verschwinden, Licht und Dunkel. Seit den mittleren 1980er Jahren steht die weibliche Figur als Urform der Skulptur im Mittelpunkt seiner Kunst, ab 1995 schafft er zahlreiche Skulpturen zum Thema Mann und Weib. In den letzten Jahren widmet sich Rudolf Blättler nun der Figur des Mannes. Allen Werken gemeinsam ist eine innewohnende Ambivalenz, ein Sowohl-als-auch: Weibliches und Männliches schliessen sich gegenseitig nicht aus, eine Umarmung kann zur Umklammerung, der Kuss zum Biss werden.

Rudolf Blättler (*1941 in Kehrsiten NW) lebt und arbeitet in Luzern. Von 1965 bis 1971 besuchte er die Kunstgewerbeschule Luzern sowie Akademien in Wien und Rom. Nebst einem Aufenthalt in Krakau von 1974 bis 1975 reiste er in den 1970er Jahren in die USA, nach Südamerika und Griechenland. Seine Arbeiten wurden in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, so etwa im Kunstmuseum Luzern, im Museum im Bellpark Kriens oder an der Art en plein air in Môtiers. Neben dem Eidgenössischen Kunststipendium in den Jahren 1977 und 1978 erhielt er 1996 für sein Schaffen den Kunstpreis der Stadt Luzern und 2003 den Prix Meret Oppenheim vom Bundesamt für Kultur. Seine Werke sind in verschiedenen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.

Kuratorin: Patrizia Keller, Nidwaldner Museum

Medienecho (Auswahl)
Urner Wochenblatt
Beitrag Kunstbulletin
Beitrag art-tv
Regionaljournal (Audio-Datei)
SRF 2 Kultur-Kompakt (Audio-Datei)
Beitrag Unterwaldner (Rückblick)
Beitrag click-art-tv
Beitrag Luzerner Zeitung


Programm:

Eröffnung
Freitag, 27. September 2019, 18.30 Uhr

19.00 Uhr: Begrüssung durch Stefan Zollinger, Vorsteher Amt für Kultur / Leiter Nidwaldner Museum; Ausstellungseinführung durch Patrizia Keller, Kuratorin.
Im Anschluss findet ein öffentliches Vernissage-Essen im Museum statt.

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 18.30 Uhr *
Schlaglicht-Rundgang durch die Ausstellung mit Hilar Stadler, Leiter Museum im Bellpark Kriens und Rudolf Blättler. Moderation Bettina Thommen, Nidwaldner Museum.

Sonntag, 10. November 2019, ab 13.00 Uhr*
Familiensonntag mit offenem Atelier.

Mittwoch, 13. November 2019, 18.30 Uhr*
Rundgang durch die Ausstellung mit Rudolf Blättler und Patrizia Keller, Kuratorin/Stv. Leiterin Nidwaldner Museum.

Mittwoch, 15. Januar 2020, 18.30 Uhr*
Schlaglicht-Rundgang durch die Ausstellung mit Lena Friedli, Kuratorin und Kulturwissenschaftlerin, Aarau, und Rudolf Blättler. Moderation Patrizia Keller.

*(normaler Eintritt)

 

Workshop zur Ausstellung
Der Workshop richtet sich an Schulklassen aller Stufen.
Dauer: 90 min
Kosten: für Nidwaldner Schulklassen gratis, ausserkantonale Schulen CHF 100 (max. 20 Teilnehmer*innen)

Führung für Gruppen
Dauer: 60 min
Kosten: CHF 150 (+ CHF 50 ausserhalb der Öffnungszeiten)
Gruppengrösse: max. 20 Personen

Anmeldung Workshop und Führungen unter:
museum@nw.ch, 041 618 73 40

Annemarie von Matt — widerstehlich
7. März bis 2. August 2020

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
Mi 14 - 20 Uhr, Do-SA 14 - 17 Uhr, So 11 - 17 Uhr (geschlossen: Montag und Dienstag sowie 1. Januar / Schmutziger Donnerstag, 20.02.20 / 25. + 26. Dezember)
Eröffnung: 06.03.2020, 18.30 Uhr

Annemarie von Matt

Mit ihrem künstlerisch-literarischen Werk sprengte Annemarie von Matt zu ihren Lebzeiten die Gren­zen der Konvention. Nach ersten gestalterischen Arbeiten in Form von Ölmalerei, Techniken der Volkskunst und religiös-ländlichen naiven Bildwel­ten, treten Malerei und Grafik in ihrem Schaffen in den Hintergrund. Objektkunst und Zeichnung rücken ins Zentrum und gleichzeitig setzt ihr literarisches Schaffen ein. In ihrem ab 1940 entstan­denen literarisch-künstlerischen Werk wird ihr Interesse für das Fragmentarische in der Kunst wie der Sprache deutlich. Sie notiert Gedanken, schreibt Briefe und Gedichte, liest, sammelt (alltägliche) Materialien für mögliche Kunstobjekte. Ihr Schaffen ist eng mit ihrer Autobiographie verknüpft, Leben und Kunstschaffen sind kaum voneinander zu trennen. Im Grunde «fiktionalisiert» sie ihr gesamtes Leben mittels Figuren, Zeichnungen, Skizzen, Briefen, Gedankennotizen und Zetteln mit Wort­spielen und Aphorismen.

Die Ausstellung rückt Annemarie von Matts Werk in ein neues Licht und setzt es in Bezug zu Frage­stellungen und Praktiken zeitgenössischer Kunst-und Literaturschaffender, wie Mathis Altmann, Sophie Jung, Judith Keller, Simone Lappert, Quinn Latimer, Céline Manz, Sam Porritt und Manon Wertenbroek.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Centre culturel suisse in Paris und geht mit einer Publikation im Zürcher Limmat Verlag einher.

Annemarie von Matt (*10.4.1905 in Root LU als Annemarie Gunz, † 27.11.1967 in Stans NW) arbeitet zuerst einige Jahre als Haushaltshilfe in der Deutschschweiz und der Romandie. In Luzern lernt sie die Gold- und Silberschmiedin Martha Flüeler-Haefeli kennen, in deren Atelier sie sich erstmals gestalterisch betätigt. Bald ist Annemarie von Matt Teil des Luzerner Künstlerkreises der 1920er Jahre, Mitglied des Schweizerischen Werkbundes SWB sowie der Gesellschaft Schweizer Malerinnen, Bildhauerinnen und Kunstgewerblerinnen GSMBK. 1931 erhält sie das Eidgenössische Stipen­dium für angewandte Kunst. Von 1930 bis 1947 nimmt sie regelmässig an Aus­stellungen teil, erhält Aufträge und be­teiligt sich an Wettbewerben. Einige ihrer Werke werden vom Bund und der Stadt Luzern angekauft. 1935 heiratet sie den Nidwaldner Maler und Bildhauer Hans von Matt und zieht nach Stans. 1940 kommt es zur schicksalhaften Begeg­nung mit dem Luzerner Priester und Schriftsteller Josef Vital Kopp. Sie zieht sich zunehmend aus der Gesellschaft zurück.

Abenteuer Amerika — Nidwaldner Pioniergeist im Dienst des Klosters Engelberg
28. März bis 2. August 2020

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
Mi 14 - 20 Uhr, Do-SA 14 - 17 Uhr, So 11 - 17 Uhr (geschlossen: Montag und Dienstag sowie 1. Januar / Schmutziger Donnerstag, 20.02.20 / 25. + 26. Dezember)
Eröffnung: 27.03.2020, 18.30 Uhr

Abenteuer Amerika Das Kloster Engelberg wird 900 Jahre alt. Das Nidwaldner Museum feiert mit und greift zusammen mit dem Talmuseum Engelberg und dem Histo­rischen Museum Obwal­den in Sarnen in jeweils einer Ausstellung einen besonderen Aspekt dieses Themas auf. Im Nidwaldner Museum geht es um die Mission. Inmitten der Zeit des Kulturkampfes erhielt das Kloster Engel-berg die Einladung, eine Niederlassung in Amerika zu gründen, da es dort an Priestern fehlte. Ange­sichts der klösterfeindlichen Stimmung jener Zeit willigten der aus Nid­walden stammende Abt Anselm Villiger und der Konvent ein. Die Ausstellung begleitet die Grün­der und Auswanderer Sr. M. Gertrud Leupi und P. Adelhelm Odermatt.

Karl Felix Appenzeller — Ausgewählte Werke aus der Sammlung der Frey-Näpflin-Stiftung
8. Mai bis 28. Februar 2021

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
Mi 14 - 20 Uhr, Do-SA 14 - 17 Uhr, So 11 - 17 Uhr (geschlossen: Montag und Dienstag sowie 1. Januar / Schmutziger Donnerstag, 20.02.20 / 25. + 26. Dezember)

Karl Felix Appenzeller Das Stifter-Ehepaar Ruth und Anton Frey-Näpflin hat während über 50 Jah­ren ein Konvolut von Ge­mälden, Skulpturen und kunstgewerblichen Ob­jekten zu einer eigenstän­digen Privatsammlung zusammengetragen. Seit 2017 arbeiten die Frey-Näpflin-Stiftung und der Kanton Nidwalden im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft zusammen. Eine Auswahl des Be­stands fand als Dauerleih­gabe Eingang in die Sammlung des Nidwaldner Museums und wird seit 2018 in regelmässigen Abständen im neuen Frey-Näpflin-Raum – dem Kaminsaal – präsentiert. Im Mittelpunkt der dritten Sammlungspräsentation steht der St. Galler Künstler Karl Felix Appenzeller (1892–1964).

Sommer im Museum
19. August bis 6. September 2020

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
Mi 14 - 20 Uhr, Do-SA 14 - 17 Uhr, So 11 - 17 Uhr (geschlossen: Montag und Dienstag sowie 1. Januar / Schmutziger Donnerstag, 20.02.20 / 25. + 26. Dezember)

Sommer im Museum

Gegen Ende der Sommerferien lädt das Nidwaldner Museum während drei Wochen ins Winkelriedhaus und seinen Garten ein. Das vielfältige Veran­staltungsprogramm im lauschigen Hof und in den unter schiedlichsten Räumen bietet Gespräche, Musik, Performance und eine kleine Ausstellung. Im gemütlichen Sommerbistro lässt es sich bei Speis und Trank verweilen.

Genaues Programm folgt.

Philipp von Matt — Architekt BDA, Berlin
19. August bis 7. Februar 2021

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
Mi 14 - 20 Uhr, Do-SA 14 - 17 Uhr, So 11 - 17 Uhr (geschlossen: Montag und Dienstag sowie 1. Januar / Schmutziger Donnerstag, 20.02.20 / 25. + 26. Dezember)
Eröffnung: 21.08.2020, 18.30 Uhr

Philipp von Matt

Mehrere Generationen von Nidwaldner Architek­ten haben Erfahrungen mit dem Bauen im Ausland gesammelt. Zu den jün­geren Vertretern zählt der Architekt Philipp von Matt, der seit den 1990er Jahren in Berlin tätig ist. In einer Werkausstellung gibt der 2018 in denBund deutscher Architek­ten BDA aufgenommene Architekt Einblicke in sein aktuelles Schaffen, das vom Bau von Atelierhäu­sern bis zu Ausstellungs­gestaltungen reicht

Nathalie Bissig
26. September bis 7. Februar 2021

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
Mi 14 - 20 Uhr, Do-SA 14 - 17 Uhr, So 11 - 17 Uhr (geschlossen: Montag und Dienstag sowie 1. Januar / Schmutziger Donnerstag, 20.02.20 / 25. + 26. Dezember)
Eröffnung: 25.09.2020, 18.30 Uhr

Nathalie Bissig

Das Geheimnisvolle, Archaische, gar Schauerliche steht im Zentrum des künstlerischen Schaffens von Nathalie Bissig. Als Betrachterin und Betrachter erliegen wir schnell dem Zauber, der von ihren Arbeiten ausgeht. In ihrem Schaffen verwendet die Künstlerin unterschiedliche Medien, von der Zeichnung über die Fotografie bis hin zur Objekt­kunst, und kombiniert diese häufig miteinander. Ihr Hauptinteresse gilt dem Surrealen, dem Traum, der Ahnung und anderen Zwischenwelten. Entspre­chend intuitiv und spontan entstehen ihre Arbeiten. Die Themen, mit denen sie sich beschäftigt, krei­sen um die Landschaft, die Umgebung und die menschliche Figur. Dabei fragt sie auf subtile Weise nach deren wechselseitigem Verhältnis. Seit 2012 nimmt das Motiv der Maske einen wichtigen Platz in ihrem Schaffen ein. Die Künstlerin bedient sich dabei meist textiler Materialien und legt das Selbst-Gemachte bewusst offen.

In der Einzelausstellung im Nidwaldner Museum gewährt Nathalie Bissig einen umfassenden Ein­blick in ihr Schaffen der letzten sieben Jahre, wobei einige Arbeiten zum ersten Mal öffentlich zu sehen sind.

Nathalie Bissig (*1981 im Kanton Uri) lebt und arbeitet in Zürich, Uri und im Tessin. Von 1998 bis 2004 studiert sie an der Schule für Gestaltung Luzern, an der Ecole cantonale d’art Lausanne ECAL und an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK, wo sie 2004 mit dem Diplom im Fachbereich Fotografie abschliesst. Für ihre fotografischen Recherchen bereist sie neben der ihr vertrauten Umgebung beidseits des Gotthards insbesondere Afrika und Asien. Ihr Schaffen wurde in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland präsentiert und mehr­fach ausgezeichnet.

Nachhall und Witterung. Ausgewählte Werke aus der Sammlung des Nidwaldner Museums
Dauerausstellung

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
Mi 14 - 20 Uhr, Do-SA 14 - 17 Uhr, So 11 - 17 Uhr (geschlossen: Montag und Dienstag sowie 1. Januar / Schmutziger Donnerstag, 20.02.20 / 25. + 26. Dezember)

Nachhall und Witterung. Ausgewählte Werke aus der Sammlung des Nidwaldner Museums


Der Begriff «Nachhall» bezeichnet kontinuierliche Reflexionen von Schallwellen in einem geschlossenen Raum oder in einem natürlich begrenzten Bereich. Als Terminus der Inspiration bedeutet er auch Rückblick oder Rückschau auf relevante Themengebiete, Stilrichtungen und Figuren, die einen Zeitabschnitt geprägt haben. In diesem Sinne handelt es sich beim Nachhall um einen Klang, der sich als Erinnerungsmoment in unserem Gedächtnis festzusetzen vermag um Entwicklungsprozesse in der Gesellschaft, der Politik, der Geschichte und auch der Kunstgeschichte nachvollziehen zu können.

Der Begriff «Witterung» bezeichnet Umbrüche und Veränderungen. In der Klimaforschung ist er immer auf ein bestimmtes Gebiet bezogen und steht für die regionale Auswirkung von aktuellem Wetter und lokalem Klima; insbesondere in Bezug auf die erfahrbaren Elemente wie Niederschlag, Temperatur, Wind, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit. Einem Seismografen gleich bildet das Kunstschaffen feine und starke Erschütterungen ab, die sich thematisch sowie medial auf vielfältige Art und Weise manifestieren.

In einem historischen Gebäude, das um 1450 erstellt, später erweitert und umgebaut wurde, eine Ausstellung mit Kunstwerken aus vier Jahrhunderten einzurichten, ist eine Herausforderung. Die Säle, Zimmer und Kammern des Winkelriedhauses sind geprägt durch starke formale Elemente, die neben der Gestaltung von Wänden, Decken und Böden auch in den Raum hinein wirken: Kachelöfen und ausgestaltete Säulenelemente bestimmen des Weiteren die Struktur der Architektur. In den bürgerlichen Museen des 18. und 19. Jahrhunderts war die höfische Art der Präsentation von Kunstobjekten auf farbigen Wandbespannungen und lebhaft ausgestalteten Tapeten üblich. Die grossbürgerlichen Interieurs entwickelten sich nach und nach zu wohnraumähnlichen Arrangements. Ein weiteres Merkmal dieser Präsentationsform war die Hängung mehrerer Bilder in unterschiedlichen Formaten über- und nebeneinander. Eine Vorreiterrolle kam dabei den Impressionisten zu: Ihre Verkaufsausstellungen um 1870 präsentierten sie in ihren Werkstätten, die sie als Ateliers verstanden. Ab 1888 wurde die Farbe Grau für die Stoffbespannung der Wände favorisiert. Zur selben Zeit entwickelte sich auch die einreihige Hängung – die durchschnittliche menschliche Augenhöhe wurde dabei als Massstab genommen und zur Konvention. Erst in den späten 1980er Jahren wandte sich die Kunstwissenschaft der Ausstellungsgeschichte zu. Brian O’Doherty veröffentlichte 1976 den Essay «Inside the White Cube», in welchem er erstmals den internationalen Standard der modernen Ausstellungspraxis zeitgenössischer Kunst analysierte. Sein Hauptaugenmerk lag insbesondere auf dem weissen Galerieraum und dessen typischen Bestandteilen.

Für die Konzeption unserer Sammlungspräsentation wurde ein Ansatz gewählt, der anachronistisch anmuten mag. Zu Beginn der Konzeption setzten wir uns mit Erzählweisen auseinander, welche die Geschichte der Kunst nicht linear erzählen, sondern Zugänge über thematische Felder ermöglichen. In diesem Prozess spielte bald die Rücksichtnahme auf das Gebäude und eine sorgfältige Ausein-andersetzung mit der Architektur eine wichtige Rolle. Diese trug dazu bei, die Räume monografisch zu struktu¬rieren: Die Künstler/-innen erhielten jeweils einen eigenen Raum, und die Dramaturgie der Ausstellung folgt nun einem groben chronologischen Ablauf. Ohne didaktisch zu werden haben wir versucht, mittels der Ausstellungsarchitektur zeitübergreifende Zusammenhänge erfahrbar zu machen. Zusammen mit dem Team von gasser, derungs Innenarchitekturen GmbH suchten und fanden wir Lösungen, um die Räume in ihrer Wirkung zu unterstützen und für die ausgewählten Werke eine spannungsreiche Präsentationsform zu finden.

Sammeln, bewahren und vermitteln
Leitgedanken für die Auswahl der Kunstwerke über drei Stockwerke des historischen Winkelriedhauses waren auf der einen Seite das Aufzeigen der komplexen Möglich¬keiten der Kunst und auf der anderen Seite das Herausstreichen der historischen Bedeutung sowie der Sammlungs¬schwerpunkte. Die kantonale Sammlung des Nidwaldner Museums umfasst rund 16’000 Objekteinträge im digitalen Archiv. Diese materiellen Gegenstände dokumentieren die Kultur- und Kunstgeschichte des Kantons. Der Sammlungsbestand bildet die Grundlage des Nidwaldner Museums und dessen Pflege gehört als gesellschaftlicher Bildungsauftrag zu den Hauptaufgaben des Hauses.

Ausgestellte Werke von: Johann Melchior Wyrsch, Melchior Paul von Deschwanden, Jakob Joseph Zelger, Annemarie von Matt, Hans von Matt, Heini Gut, Paul Stöckli, Barbara* Gut, Arnold Odermatt, Paul Lussi, Judith Albert

Die Ausstellung wurde kuratiert von Nadine Wietlisbach. Ein Handbuch mit Beiträgen von Konrad Bitterli, Fabrizio Brentini, Miodrag Roncevic, Isabel Fluri, Regula Odermatt, Christian Graeff, Doris Fässler, Marianne Wagner und Nadine Wietlisbach dient der Orientierung und vertieften Auseinandersetzung in der Ausstellung.

Im Kalender finden Sie unser Rahmenprogramm.

Hier gelangen Sie zum Beitrag von art-tv
http://www.art-tv.ch/11212-0-Nidwaldner-Museum-im-Winkelriedhaus-Nachhall-und-Witterung.html

Workshops für Schulen
Das Vermittlungsteam des Nidwaldner
Museums bietet stufengerechte
Workshops zur Ausstellung an.
Auf Anmeldung, museum@nw.ch oder 041 618 73 40

Kalender
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Kalender

15. Januar 2020
18.30 Uhr

Rudolf Blättler

Schlaglicht-Rundgang

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

6. März 2020
18.30 Uhr

Annemarie von Matt - widerstehlich

Vernissage

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

27. März 2020
18.30 Uhr

Abenteuer Amerika - Nidwaldner Pioniergeist im Dienst des Klosters Engelberg

Vernissage

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

3. April 2020
18.30 Uhr

Heepä, gigele, gäitsche - Mundart in der Deutschschweiz

Vernissage

Salzmagazin, Stansstaderstr. 23, Stans

5. April 2020
11.00 Uhr

Festung Fürigen von 1941 bis heute - Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

5. April 2020
13.00 - 17.00 Uhr

Familiensonntag

Sockenschlacht und Löwenzahn

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

5. April 2020
14.30 - 17.00 Uhr

Heepä, gigele, gäitsche - Mundart in der Deutschschweiz

Familiensonntag

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

3. Mai 2020
11.00 Uhr

Festung Fürigen von 1941 bis heute - Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

6. Mai 2020
18.30 Uhr

Heepä, gigele, gäitsche - Mundart in der Deutschschweiz

Öffentliche Führung

Salzmagazin, Stansstaderstr. 23, Stans

15. Mai 2020
Nachmittag

Tagung "Charles Wyrsch"

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

7. Juni 2020
11.00 Uhr

Festung Fürigen von 1941 bis heute - Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

17. Juni 2020
19.00 Uhr

Heepä, gigele, gäitsche - Mundart in der Deutschschweiz

Vortrag

Salzmagazin, Stansstaderstr. 23, Stans

5. Juli 2020
11.00 Uhr

Festung Fürigen von 1941 bis heute - Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

2. August 2020
11.00 Uhr

Festung Fürigen von 1941 bis heute - Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

21. August 2020
18.30 Uhr

Philipp von Matt - Architekt BDA, Berlin

Vernissage

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

6. September 2020
11.00 Uhr

Festung Fürigen von 1941 bis heute - Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

17. September 2020
19.00 Uhr

Heepä, gigele, gäitsche - Mundart in der Deutschschweiz

Salzmagazin, Stansstaderstr. 23, Stans

20. September 2020
13.00 - 17.00 Uhr

Familiensonntag

Rätselrundgang

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

25. September 2020
18.30 Uhr

Nathalie Bissig

Vernissage

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

4. Oktober 2020
11.00 Uhr

Festung Fürigen von 1941 bis heute - Ausnahmezustand und Alltag im Berg

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, Stansstad

28. Oktober 2020
19.00 Uhr

Heepä, gigele, gäitsche - Mundart in der Deutschschweiz

Die Gebirgspoeten - Radio Alpin

Literaturhaus, Alter Postplatz 3, Stans

1. November 2020
13.00 - 17.00 Uhr

Nathalie Bissig

Familiensonntag

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans